Dienstag, 8. Februar 2011

Kränkeln

Letzte Woche bin ich ziemlich aus den Latschen gekippt. Nach 2 Nächten, in denen ich nicht gerade erholsam geschlafen habe - wenn überhaupt - ging einfach gar nichts mehr. Schlafen? Ging nicht, Hunger? Nicht vorhanden, Konzentrationsfähigkeit? Im letzten Winkel meines Kopfs versteckt. Meine Hausärztin hat mich dann Donnerstag und Freitag krank geschrieben und gesagt ich soll zusehen, dass ich zur Ruhe komme.
Stress - das Wort des Jahrhunderts. Druck - ein weiteres Wort, was im Zusammenhang mit Stress alles andere als förderlich ist. Ich mache mir aktuell sehr viel Druck, weil von mir erwartet wird, dass ich Ergebnisse liefere und weil mir die Zeit davon läuft. Mit jeder Woche ist wieder Zeit verronnen und ich irgendwie nicht entscheidend weiter. Die Fragen sind: Erwarte ich zu viel von mir? Oder bin ich einfach nicht fähig das zu leisten, was von mir verlangt wird? Was ist eigentlich mein Ziel, was soll am Ende raus kommen, welche Ergebnisse werden denn erwartet, was reicht aus, was ist zu viel?
Ich habe mich übers Wochenende wieder soweit erholt und fühlte mich auch wieder fit. Aber was passiert? Mein Immunsystem muss am Wochenende auch gesagt haben "Jubel, endlich ein wenig ausruhen" und die Viren, die jetzt in meinen Nebenhöhlen schwer am Arbeiten sind, haben sich wohl gesagt "Juchee, auf zum Angriff". Gestern hatte ich schon den ganzen Tag Kopfschmerzen und konnte das alles nicht so recht einordnen. Heute morgen ging es wieder, aber im Laufe des Vormittags kamen die Schmerzen wieder und zu allem Überfluss ist jetzt auch die Nase zu. Na danke! Das hab ich gebraucht.
Jetzt sollte ich wohl konsequenter Weise nach Hause gehen, mich ins Bett legen und zusehen, dass ich das so schnell wie möglich wieder los werde, damit ich weiterarbeiten kann. Dieser Kreislauf ist höllisch - auf 120 % arbeiten bis man komplett ausgepowert ist, versuchen sich erholen, wieder bei 80 % Leistungsfähigkeit einsteigen, dann aber krank werden, weil der Stresslevel runter ging und danach wieder mit 120 % oder mehr einsteigen zu müssen, um das aufzuholen, was man durchs krank sein eingebüßt hat - was folgt ist wohl klar...

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