Donnerstag, 23. September 2010

Eine Millon gewinnen - und dann?

Durch einen Post von Neon.de auf Facebook kam ich eben dazu, mir mal ein paar Gedanken über die Frage: Jackpot - Bedeutet mehr Geld für dich auch mehr Probleme? zu machen. Eigentlich gerade eine nette Ablenkung, mein Kopf denkt sowieso immer wieder parallel über diverses anderes nach, während ich hier meine Arbeit mache. Also warum nicht mal festhalten, was mir die letzten 5-10 Minuten so durch den Kopf gegangen ist.

Was würde ich mit einer Million machen?
Eine Million ist schon verdammt viel Geld...aber ich glaube um von den Zinsen zu leben reicht es dann wohl doch nicht. Also, was würde ich damit machen?

Die Vernunftversionen:
  • Anlegen als Altersvorsorge
  • Anlegen in eine Immobilie - zum Leben und als Altersvorsorge
Die "Ich bin ein guter Mensch"-Versionen:
  • meinem Verein eine Renovierung des Vereinsheims finanzieren
    (ok, da kommt dann über die Steuer was wieder, aber sooo viel Steuern zahl ich ja gar nicht, dass ich das so in der Menge wieder bekäme...)
  • meiner Familie was Gutes tun (z.B. mit Mama an ihre Traumziele reisen)
  • notleidenden Menschen helfen
  • in die Forschung investieren, um dazu bei zu tragen Krankheiten (besser) heilen zu können
Die "Ich bin Egoist"-Versionen:
  • ich kauf mir eine tolle Wohnung/ein tolles Haus
  • ich kauf mir ein super Auto
  • ich arbeite so lange nicht, bis das Geld weg ist
  • ich gehe so oft ich will shoppen und kaufe mir alles, wo ich nur im Ansatz denke "haben will"
  • ich esse nur noch in teuren Restaurants und koche wenn nur noch mit Produkten hochwertigsten Waren vom Markt und Bioladen
  • Party machen
  • um die Welt reisen
Die "Ich bin Ich"-Versionen:

Ich denke, ich wäre viel zu vernünftig, um mich nur auf eine der vorgenannten Sachen fest zu legen. Also würde ich mir wohl sehr sehr genau überlegen, was ich mache.
Vermutlich würde ich brav weiter arbeiten, denn mit einer Million kann man eben nicht auf ewig daheim bleiben. Aber ich würde wohl meine Wochenarbeitszeit reduzieren, um Zeit zu haben, zumindest einen Teil des Geldes aus zu geben. Einen Teil würde ich so anlegen, dass ich noch in einigen Jahren bzw. Jahrzehnten was davon habe, also im Grunde ein wenig von den Zinsen leben und das Geld nur langsam weniger werden lassen.
In eine Immobilie würde ich wohl schon investieren - so ein kleines Häuschen oder eine nette Wohnung für mich und meine Tiger. Ein wenig Luxus darf auch sein, so genau aufs Geld schauen, wenn es um Klamotten oder so geht, würde ich dann nicht mehr.
Dem Verein würde ich sicher trotzdem ein wenig was spenden und auch die Reisen mit meiner Mama würde ich machen.

Alles in Allem geht es ja doch um die Frage: Was mache ich, wenn ich mal mehr Geld habe, als ich zum Leben wirklich bräuchte? Diese Frage stelle ich mir schon eine Weile, denn mit dem Geld, was ich jetzt habe, kann ich schon recht gut leben. Spätestens mit 500 Euro mehr im Monat wäre es wohl wirklich ganz easy, ok, die Altersvorsorge könnte etwas hoch gestockt werden, aber sonst wärs perfekt. Wenn ich jetzt aber mal realistisch betrachte, was man als Dr.-Ing. in der Wirtschaft als Einstiegsgehalt bekommt und wie sich das Gehalt auch entwickelt, muss ich sagen, dass ich vermutlich in 1-2 Jahren mehr als 500 Euro mehr haben werde. Und ich habe schon oft darüber nachgedacht, dass ich das gar nicht bräucht und vermutlich nach einer weile gar nicht mehr wüsste wohin eigentlich mit dem Geld. Denn meine Erziehung gibt es einfach nicht her, Geld einfach aus dem Fenster zu werfen. Jede größere Investition der letzten Jahre habe ich sehr genau abgewägt und überlegt. Auch wenn sich meine Einstellung etwas geändert hat - ich trauere "verlorenem" Geld nicht hinterher. Wenn ich mal einen Fehlkauf gemacht habe - Pech - aber davon, dass ich mich aufrege, kommt das Geld nicht wieder. Wenn ich mal etwas ausgegeben habe, dann ist das Geld eben weg, gut ist. Am Ende vom Monat kommt wieder neues Geld und wenn der Verlust jetzt nicht gerade 100erte von Euro sind, kann ich das verschmerzen. Ist ja eh die Frage, wie oft man mal eben über 50 Euro einfach mal so ausgibt. Ich zumindest kann das nicht, einfach hinzugehen und zu sagen: "Hach, was solls, 100 Euro für xy, warum nicht, hab ich grad Bock drauf." Und ich glaube, selbst mit einer Million auf dem Konto, würde sich daran nichts ändern...

1 Kommentar:

Silent Dreamer hat gesagt…

Dazu gabs auf SPON mal vor einiger Zeit einen Artikel:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,716132,00.html


Deckt sich auch mit meinem Eindruck: irgendwo da ist die Grenze, wo man sich eigentlich alles leisten kann was man möchte (wenn auch natürlich nicht ständig).