Mittwoch, 24. Februar 2010

Kommunikation

Ich kämpfe mich gerade durch Berge von Mails und Nachrichten. Dabei war ich gerade mal 3 Tage unterwegs und nicht regelmäßig online.

Das hat mich jetzt dazu geführt mal über meine Kommunikationswege nachzudenken. Ich bin zu dem Schluss gekommen: ich mag Mails, Nachrichten und Instant Messenger (auch wenn ich nach 3 Tagen hunderte Nachrichten habe). Warum? Weil man die Sachen ignorieren kann. Man kann sagen: ich reagier erst morgen auf die Mail oder nächste Woche oder auf die IM erst in 10 min. Twitter und Co. sind toll. Da kann ich schriftlich fixieren, was ich gerade tue und sehen was andere tun. Außerdem kann ich da auch schreiben: "Hey ich bin im Moment nicht erreichbar!" Schade, dass das so wenige mitbekommen, weil für sie diese Sache so neumodischer Kram ist ;-)
Wenn ich angerufen werde, muss ich in diesem Moment des Anrufs meine Arbeit unterbrechen oder was immer ich gerade mache. Ob ich will oder nicht. Gerade wenn mich jemand anruft, mit dem das Gespräch schwieriger ist, dann kann ich mich nicht vorbereiten, kann nicht z.B. meinen Ärger erst mal runter schlucken und 3 mal tief Luft holen oder um den Block laufen. Ich muss sofort reagieren. Und das stresst mich. Mich stresst auch zurückrufen zu müssen, telefonieren allgemein empfinde ich immer mehr als unangenehm. Beim Schreiben muss man sich überlegen was man schreibt, man kann nochmal löschen und den Satz neu anfangen, wenn man sich im Ton vergriffen hat. Habt ihr das am Telefon schon mal machen können?

Also: am besten ihr schreibt mir eine Mail, wenn ihr etwas von mir wollt. Dadrauf reagier ich gern und auch, wenn es geht, zeitnah. Auf dem Handy versuchen mich zu erreichen? Vergesst es, ich höre es nicht, gehe nicht ran, weil ich gerade in der Schweiz/Thailand/Schweden/Timbuktu bin und einfach keine Lust habe, irrsinnige Gebühren zu zahlen, oder ich hab schlechten Empfang (Büro). Handys sind die Erfindung des Teufels, wer will denn bitte überall erreichbar sein? Ich bin es nicht, war es noch nie. Mein Handy ist ein Notfallgerät, falls ich mich mal verspäte oder sonstwas ist. SMS ist ok, das ist ja wieder schriftlich, aber Telefon find ich einfach nervig, außer ich habe Zeit zum Telefonieren und den Kopf dazu. Aber das passiert üblicherweise nicht dann, wenn ich angerufen werden und schon gar nicht tagsüber, wenn ich tausend Dinge zu tun habe.

1 Kommentar:

Gloria hat gesagt…

Das kann ich voll und ganz nachvollziehen! Ich gehöre ebenfalls zu den Leuten, die viel lieber schreiben.
Den Leuten, denen ich viel zu sagen habe oder die mir so wichtig sind, dass ich ihnen etwas persönliches geben möchte, schreibe ich Briefe :) Auf die ganz altmodische Art *lach* Nicht nur, dass es absolut entspannend ist, es befriedigt mich auch, wenn das Blatt mehr und mehr gefüllt wird durch mein eigenes Tun. Ich erschaffe etwas, das langlebiger ist als etwas gesagtes.

<3

Am Telefon gehen mir auch häufig die Themen, mir schwirren so viele Gedanken im Kopf rum aber ich kann sie ja nur nacheinander abarbeiten und nach Abschluss des ersten Themas, sind die anderen Gedanken wieder weg :D

*eek*