Donnerstag, 5. März 2009

"Huhu...!"

...mit diesen Worten kommt einem manchmal das Leben in die Quere und grinst einen an.
Um dann völlig unvermittelt die Faust zu heben und dir direkt in die Magengrube zu schlagen.
Mein Leben hat das eben gerade auf dem Weg nach Hause gemacht. Einfach so. Man denkt an den Abend und an die Tatsache, dass man so lange nicht daheim sein kann, weil man gleich weiter muss. Über diesen Gedanken kommt man dann ganz plötzlich und ohne vorherige Ankündigung auf diese Sache, die man am Wochenende erzählt bekommen hat. Das XY wieder aufgetaucht ist. Nach fast einem halben Jahr, in dem man sie nicht gesehen hat. Und eigentlich dachte man, man hat das Ding durch, dass es einen nicht mehr wirklich kratzt und das XY einem eigentlich ziemlich gestohlen bleiben kann nach den Aktionen, die sie veranstaltet hat und nach den Verletzungen, die sie einem zugefügt hat. Dann reift plötzlich die Erkenntnis: "Nein, es tut immer noch weh, es tut sogar verdammt weh." Schon allein, weil man selbst immer noch kein Wort der Erklärung direkt aus ihrem Mund gehört hat, weil man sich immer noch fragt, was man eigentlich falsch gemacht hat, ob man sich so getäuscht hat und wie das schon mal jemand so schön fies formuliert hat "in der Sache mehr gesehen hat, als der andere". Dieser Satz tut heute noch weh und die Situation erinnert mich an damals. Nichts ist ausgesprochen, man hat einfach keine Ahnung was los war und was los ist. Nur das Gefühl bleibt ein schlechtes und man ist den Tränen nahe, weil man einfach nicht weiß, was man machen soll.
Manchmal trennen sich Beziehungen, die jahrelang zusammen waren, viel leichter als Freundschaften, die nur einen Sommer gehalten haben. Das soll ein Mensch mal verstehen.

1 Kommentar:

Silent Dreamer hat gesagt…

Für mich eine der wichtigsten Erkenntnisse: jeder Mensch ist grausam. Und damit meine ich nicht nur all die namenlosen Gesichter da draußen, sondern auch dich und mich.

Anderen Menschen weh zu tun geht ganz, ganz schnell. Entweder weil man sich dessen nicht bewusst ist, oder weil man die Situation ganz anders einschätzt (was für einen selbst nebensächlich scheint, kann für den anderen die Welt bedeuten), oder weil man schlicht nicht anders kann.

Kein Wunder, dass die Welt kein friedlicher Ort ist. Wenn schon Menschen mit so vielen Gemeinsamkeiten nicht schmerzfrei nebeneinander leben können, wie ist das dann erst mit ganzen Völkern?