Montag, 15. Dezember 2008

Wochenendrückblick

War bis eben gerade in Brüssel. Hab viel angeschaut und bin gefühlte 100 km gelaufen. Wetter war toll und am Meer war ich außerdem. Das erste Mal seit Jahren an der Nordsee. Anschließend in Brügge um dort festzustellen: im Kino sieht alles viel größer aus und bestimmte Dinge sind einfach tierisch unrealistisch. Wer immer den Film "Brügge sehen und sterben?" geschaut hat und mal in die Verlegenheit kommt sich eben diese Stadt mal anzusehen, wird verstehen was ich meine.
Habe außerdem viel zu viel fettes Zeug in mich reingestopft. An allen Ecken gabs Fritten oder Waffeln. Und die schmecken in Belgien einfach verteufelt gut. Habe heute dann auch noch Himbeer-Bier entdeckt (Kirschbier gibts da bestimmt 10 verschiedene Sorten, aber Himbeer-Bier hab ich bisher nur einmal gesehen) und natürlich gleich eingekauft. Und es gibt wundervolles Geschenkpapier. Habe mich wie letztes Jahr wieder eingedeckt.
Über meine Schwester habe ich noch Akazienhonig mit Orangenscheibe drin entdeckt. Den gibts sogar mit Vanilleschote (habe ich dann am Kölner Bahnhof in dem Laden, wo sie ihn her hat, probiert) und er schmeckt verflucht lecker.

Einzig die Hochlage machte mir das ganze ziemlich madig. Fühlte und fühle mich noch zeitweise echt zum Kotzen, war todtraurig und einsam irgendwie. Und das obwohl ich einen lieben Menschen bei mir hatte. Trotzdem, die Hormone machen es im Moment nicht einfach. Ich will mein altes Leben wiederhaben, komme einfach nicht damit klar, dass das, was so gut gepasst hat und in dem ich bis jetzt keine Fehler entdecken kann, nicht mehr ist und keine Sache sehe, wegen der ich froh wäre, dass es nicht mehr ist.
Ich bin streitlustig, fühle mich ständig unverstanden, muss mir an den Kopf werfen lassen, dass wenn ich das Gefühl hätte, ausgegrenzt zu werden, das ja wohl eher mein Problem wär, weil ich mich doch selbst ausgrenzen würde. Tja und das tut dann dreimal weh.
Dann kommt noch der Ärger mit einer Bestellung in einem Online-Shop dazu, von der ich wohl die Ware je sehen werde und das Geld, immerhin hundertfünfzig Euro ist dann auch futsch. Außerdem komme ich nach eben 4 Tagen nach Hause und sehe: der Briefkasten quillt über! Und das, obwohl mein Mitbewohner doch das Wochenende zu Hause war und das gesehen haben muss. Ist ja auch sein Briefkasten... manchmal versteh ich da die Welt nicht. Wie kann man denn bitte so blind durch die Gegend laufen.

Das alles ergibt eine nicht gerade angenehme Mischung und ich kann mich zum Teil selbst nicht leiden. Würde mich im Moment am liebsten verkriechen. Ich mag mich selbst nicht, wenn ich so extrem empfindlich bin und mir ständig zum Heulen ist. Aber leider kommen in dieser Zeit halt doch einige Sachen zu Tage, die man sonst nicht ganz so sieht und auch solche Erkenntnisse bringen einen ja irgendwie weiter. Wenn auch nicht auf die angenehme Art und Weise. Hoffentlich ist das bald wieder rum.

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