Montag, 11. August 2008

Kein Weg vor Augen!

Es gibt keinen Weg, den ich gehen kann. Um mich herum ist nur Leere und Tiefe. Ob ich nun vor oder zurück, links oder rechts gehe, ich falle auf jeden Fall. Ich kann nichts mehr tun als dazusitzen oder zu stehen und laut ans andere Ufer zu schreien.
Ich habe zwei Menschen, die mir Sicherheit geben, die mich festhalten, mich vom Fallen abhalten.
In meinem Bild stehe ich auf einem Plateau, das gerade mal Platz für mich hat. Drumherum geht es nach unten, eine wahnsinnig große Schlucht. Das einzige was ich habe sind zwei Seile, die mich umschlingen und festhalten. Gefallen bin ich sicher schon mehr als einmal, aber diese zwei Seile halten mich und ich kann wieder auf meinen Tisch zurückklettern. Aber die Kraft reicht nicht mehr lange, so oft werde ich das Fallen nicht mehr überleben, außerdem bricht immer mehr von meinem Tisch weg. Also sitze ich da und schreie so laut ich kann. Damit auf der anderen Seite der Schlucht jemand mich hört und eine Brücke baut, denn da drüben ist dafür Material, bei mir ist nichts mehr, alles ist weg.
Hörst du mich nicht dadrüben? Lauf nicht weg, bleib da. Ohne dich verhunger und verdurste ich hier.
Du bist doch auch allein dort am Rande der Schlucht. Halte mich!

Du kennst den Schmerz in meinem Bauch,
Die Fäden, die sich um mich ziehn,
Sind zu verwirrt um zu entfliehn,
Doch meine Sehnsucht kennst du auch.
[...]
Meine Arme breiten sich (Halte mich)
Um dich aus wie Flammen. (Halte mich)
In die Sonne stürzen wir,
Aus der wir beide stammen.

[Subway to Sally: In der Stille]

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