Dienstag, 14. Juli 2015

Kulmine - und das Thema Nachhaltigkeit

Ich habe ja bereits im vorletzten Post erwähnt, dass ich mir seit einiger Zeit Gedanken zum Thema Umgang mit Rohstoffen und Nachhaltigkeit mache.
Da kommt man an ganz vielen Stellen im täglichen Leben an den Punkt, dass man sich überlegt "Ist das so wirklich notwendig?" - ich werde hier an dieser Stelle versuchen in den nächsten Posts darauf immer mal wieder einzugehen. Natürlich ist niemand perfekt, ich denke aber, dass man die Welt schon durch kleine Änderungen im Umgang mit verschiedensten Dingen besser machen kann.

Los geht es gleich morgens im Bad. Frisch geduscht (oder auch gewaschen, nicht jeder duscht ja jeden Morgen, auch ein Punkt, wo man Ressourcen sparen kann) springt man in die Klamotten. Viele Frauen greifen nun zur Slipeinlage, sei es, weil die Menstruation kurz bevor steht, gerade im Gang ist oder abklingt oder weil sie die Wäsche schützen wollen. Auch Männer greifen zu Slipeinlagen, ebenfalls aus Wäscheschutzgründen oder z. B. nach Operationen und Behandlungen.

Man mag sich nun die Frage stellen, was unsere Großmütter wohl gemacht haben ohne diese Erfindung der Neuzeit. War es damals weniger notwendig die Wäsche zu schützen? Eigentlich sollte doch die normale Unterhose ausreichen, auch sie fängt Flüssigkeiten auf und wird nach einem Tag in Gebrauch gewaschen. Also wozu eigentlich Slipeinlagen?
Die Werbung lässt uns glauben, dass die ggf. durch die normale Feuchtigkeit der Schleimhäute doch mal etwas feuchte Unterhose stört, außerdem will sie uns weiß machen, dass Gerüchte entstehen, die man möglichst mit einem angenehmen Duft übertünchen soll.
Ich denke eher, dass heute ein gewisser Wäscheschutz notwendig ist, weil die Stoffe nicht mehr so sind, wie zu Großmutters Zeiten. Oft ist auch in der Unterwäsche - gerade wenn sie ein wenig hübsch aussehen soll - nicht nur Baumwolle verarbeitet, sondern diverse Kunstfasern. Die lassen sich dann auch nicht mehr bei 60 °C waschen, oft vertragen die Teile nicht mal Schleudern oder gar den Trockner sonderlich gut. Wenn also da z. B. ein kleiner Blutfleck im Slip gelandet ist, hilft oft nur vorsichtiges Einweichen und Auswaschen. Eine zeitaufwändige Sache - viel einfacher ist es da doch, zur Slipeinlage zu greifen, die man nach dem Gebrauch einfach wegwerfen kann.

Auf dem Markt gibt es natürlich diverseste Varianten Slipeinlagen. Jede beliebige Drogeriemarktkette hat eine Eigenmarke, hinzu kommen die "üblichen" Verdächtigen, die man aus der Werbung so kennt. Eins gemeinsam haben sie alle: es sind Einwegprodukte. Sie bestehen im günstigsten Fall aus biologisch gewonnenen Rohstoffen, meist ist aber jede Menge Plastik dran, auch um die Wäsche zu schützen.
Wenn frau sich nun entscheidet Slipeinlagen zu verwenden, dann kann man sich leicht ausrechnen, was da im Jahr so anfällt: 365 Slipeinlagen im Jahr. Die Kosten dafür sind überschaubar. Aber es bleibt die Frage: was ist mit den Rohstoffen, wie z. B. (Bio-) Baumwolle, die für diese Slipeinlagen verwendet wird? Muss es sein, dass man diesen Rohstoff tagtäglich in den Mülleimer wirft, Plastikmüll produziert und damit die Umwelt belastet?

Ich bin über diese Gedanken irgendwann zum Thema Hygieneartikel aus Stoff gekommen.
Die Slipeinlagen von Kulmine möchte ich euch hier nun vorstellen.
Sie werden aus hochwertigem Stoffen (Bio-Baumwolle, kbA, nach IVN Best zertifiziert) in Handarbeit in Deutschland gefertigt. Dem Unternehmen ist wichtig, dass von der Verarbeitung bis zum Verkauf wenig Abfall anfällt und alle Materialien biologisch abbaubar sind. Das sieht man als Kunde schon, wenn die Lieferung ankommt. Die verwendeten Umschläge sind recycelte Landkarten und die Einlagen sind in Seidenpapier eingeschlagen.

Kulmine hat eine große Auswahl verschiedener Slipeinlagen.
Die einfachsten Einlagen sind Einlagen, die einfach in den Slip gelegt werden. Halten tun sie durch die Reibung zwischen der Baumwolle der Einlage und dem Stoff des Slips.
Es gibt sie aber in verschiedenen Formen (für Strings, klassisch, mit Flügeln, zum Falten mit und ohne Flügel), Größen (mini und midi) und Farben (naturweiß, rot, nachtblau oder himbeer).

Einige Beispiele in den folgenden Bildern:
Von links nach rechts:
Slipeinlage mit Flügeln midi, Slipeinlage klassisch mini,
3 Slipeinlagen mit Flügeln mini
Farben: nachtblau und himbeere
Slipeinlagen mit Flügeln in midi und mini
Farben: nachtblau und himbeere

Falt-Slipeinlage midi und mini
Slipeinlage mit Flügeln und klassische Einlage
Farben: nachtblau und himbeere
In den Bildern sind die Slipeinlagen schon einige Male gewaschen. Sie bleiben trotzdem wunderbar flauschig und behalten ihre Farbe.
Ich komme leider mit den klassischen Einlagen nicht so gut zurecht, sie verrutschen beim Tragen zwar nicht, aber leider fallen sie mir immer mal wieder runter, wenn ich zur Toilette gehe. Ich bin deshalb ein Fan der geflügelten Einlagen. Die Falt-Einlagen verwende ich in den Zeiten kurz vor und nach der Menstruation, einfach weil sie etwas dicker sind. Die größeren Einlagen lassen sich gut verwenden, wenn man mal etwas "geschützter" sein will, im Normalfall reichen für mich die Minis absolut aus.
Vorteilhaft sind die Einlagen auch in Umkleideräumen beim Sport: sie fallen - je nach Farbe der Unterwäsche - einfach nicht so auf, wie die strahlend weißen Einwegslipeinlagen. 
Ein weitere, für mich nicht ganz so abwegiger Aspekt: die Einlagen trocknen schnell. Das ist eine durchaus wichtige Sache, wenn man häufig am Wasser ist und es doch mal vorkommt, dass man mal unfreiwillig im Wasser landet. Wer das einmal mit einer Einwegslipeinlage erlebt hat, weiß die Vorteile einer Stoffslipeinlage definitiv zu schätzen ;-)

Insgesamt kann ich nur sagen, dass das Tragegefühl mit den Stoffis viel angenehmer und natürlich ist, als mit den Einwegslipeinlagen. Und das gute Gefühl etwas für die Umwelt zu tun, kommt noch dazu.
Mich persönlich stört es nicht, die Slipeinlagen nach dem Verwenden einfach zu waschen. Waschen muss ich sowieso und die Teile sind so klein, dass sie überhaupt nicht auffallen.
Leider ist die Anschaffung der Einlagen nicht ganz so günstig, aber wenn man eh einmal die Woche (oder öfter) wäscht, reichen auch wenige Einlagen aus. Sie sind super verarbeitet und ich denke, dass sie lange halten werden (wirkliche Langzeiterfahrung habe ich noch nicht). 

Ich hoffe, ich habe ein wenig neugierig gemacht. Schaut euch einfach einmal ein wenig auf Kulmine um. Für Nähbegeisterte gibt es im Netz auch viele Stellen, wo man Anleitungen zum Selbermachen findet. Ich hab das schon gemacht, so schön wie die Kulmines sind meine eigenen Einlagen nicht geworden, aber sie sind funktional, das ist eigentlich das Wichtigste.

Danke an Kulmine, dass ihr mir für diesen Beitrag ein paar Probe-Exemplare zur Verfügung gestellt habt, so konnte ich auch die größeren Midi-Einlagen einmal testen.

Samstag, 13. Juni 2015

Yves Rocher - SPEAKING COLORS

Seit Kurzem gibt es bei Yves Rocher ein neues Nagellack-Sortiment, die SPEAKING COLORS.
Ich durfte mir aus den fünfzig Farbtönen der neuen Lacken drei Stück aussuchen und damit einen #Mood kreieren.
Die Farbpalette
Ich habe mich für beerige Töne entschieden, weil ich die einfach sehr sehr gerne mag. Pro Fläschchen sind 5 ml enthalten, was ich schon gut finde, da ich mittlerweile so viel Nagellack hab, dass ich die Farben nie im Leben aufbrauchen werden bevor sie eintrocknen. Da kann dann gern auch mal etwas weniger im Fläschchen sein, lieber kaufe ich eine Farbe nach.

von links nach rechts: Pivoine nacré, Magnolia und Rose Hortensia
Der Pinsel sind vorn schön abgerundet und der Lack ist gut aufzutragen ohne, dass man fünfmal drüber pinseln muss oder einen riesigen Farbkleks auf dem Nagel hat. 


Nun zu meinem #Mood. Ich habe mich dafür entschieden, die Farben einfach abzuwechseln. 


Mein Favorit ist auf jeden Fall "Rose Hortensia". Das Altrosé ist einfach perfekt getroffen.
"Pivoine nacré" glitzert schön, aber ist mir einfach ein klein wenig zu hell, da mag ich lieber richtig dunkle Beerentöne. 
"Magnolia" ist ein sehr schöner schlichter Lack, allerdings muss man ihn zweimal lackieren, damit er wirklich deckt.

Insgesamt gefallen mir die Lacke sehr gut, auch die Haltbarkeit ist generell in Ordnung. Allerdings hatte ich schon am ersten Tag Tipwear, was aber auch dran liegen kann, dass ich keinen Überlack benutzt habe. 



Donnerstag, 7. Mai 2015

Lebenszeichen - Happy to be alive!

Hier war es ja wieder mal lange ruhig, ganz einfach, weil ich nicht viel zu berichten hatte. Das ein oder andere Mal habe ich überlegt über etwas zu bloggen, z. B. über die verschiedenen Kuchen, die ich die letzte Zeit so produziert habe. Allerdings backe ich mittlerweile so sehr frei Schnauze, dass das Bloggen darüber schon wieder sehr aufwändig wird.

Wovon ich aber gerne erzählen mag, ist das, was ich so die letzten Wochen für mich getan habe, da es doch beruflich gerade extrem stressig war (und noch ist) und ich unbedingt mal wieder an mich denken musste.
Schon vor einem Jahr ging die grobe Planung für ein Seminar in Karlsruhe los, wofür ich mich als Organisatorin bereit erklärt habe.

Dazu muss ich jetzt noch ein wenig ausholen (wobei das eigentlich einen eigenen Blogbeitrag wert wäre, kommt dann demnächst noch ausführlicher ;-) ).
In den letzten Monaten habe ich mir immer häufiger Gedanken zu einem bewussteren Umgang mit Rohstoffen gemacht. Das ging eigentlich damit los, dass ich mich fragte, warum ich eigentlich für Abschminken und Gesichtswasser immer Kosmetikpads verwende und davon jeden Tag mindestens 2 Stück wegwerfe. Geht das nicht anders? Der gleiche Gedanke kam mir zu diversen anderen Hygieneartikeln wie Slipeinlagen, Tampons und Binden. Wobei Tampons schon seit Jahren bei uns zu Hause nur noch als Katzenspielzeug relevant sind. Wer es noch nicht kennt, dem lege ich Menstruationstassen ans Herz. Damit spart man einiges an Geld und schont die Umwelt.
Über ein Forum,  in dem ich regelmäßig schreibe, bin ich schon vor Jahren über Kulmine gestolpert. Hier gibt es diverse Dinge aus Stoff, u.a. Kosmetik- und Abschminktücher (juchuh!), Slipeinlagen und Binden. 

Daneben bietet Kulmine aber auch Seminare an - "Happy to be alive" nennt sich das Ganze.

Ich habe mich also bereit erklärt so ein Seminar zu organisieren. So wirklich viel zu tun gab es dabei gar nicht, denn es ging hauptsächlich darum, sich um einen Raum zu kümmern und um ein paar andere Randbedingungen.
Mitte April war es dann soweit: insgesamt 14 Frauen (warum waren da eigentlich keine Männer dabei?) kamen zusammen und haben ein Wochenende mit Meditation, Bewegung, Reden und Futtern verbracht.
Jeden, der sich jetzt denkt "oh Gott, so ein Esoterikkram also" muss ich enttäuschen. Das schönste am Seminar war nämlich, dass jede so sein durfte, wie sie ist und gar nicht alle Übungen mitmachen musste, wenn ihr etwas nicht gefiel. Schön fand ich auch, dass eben keine bestimmte Richtung oder gar Lehre vorgegeben wurde, die als die einzig Richtige deklariert wurde (so etwas hatte ich im Grunde mal in einem Stressreduktionskurs), sondern man konnte die verschiedenen Dinge probieren und entscheiden, ob das nun etwas ist, was einem hilft oder nicht.
Ich selbst habe in diesem Seminar eine Art Kurzurlaub erfahren. Ich war durch Stress und Allergie so übermüdet, dass ich am Liebsten nur geschlafen hätte. Die Ruhe gepaart mit Bewegungsübungen und Hulla-Hoop haben mich schnell noch mehr entspannt, so dass Samstag Nacht schon wie ein Stein geschlafen habe. Wirklich fit war ich Sonntags dann immer noch nicht. Also habe ich mich dann entschieden eine Bewegungsmeditation nicht mitzumachen (obwohl ich sie sicher gemocht hätte, aber es wäre einfach zu viel gewesen) und mich stattdessen hinzulegen und zu schlafen. Im Endeffekt habe ich eine halbe Stunde geschlafen und eine Stunde meditiert, was mir unwahrscheinlich gut getan hat. Danach war ich wach und einfach DA, angekommen.
Zum Futtern muss ich auch noch etwas schreiben: jede von den Teilnehmerinnen hatte etwas zu Essen mitgebracht, für Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee und Abendessen. Leckerste Sachen von Kräuterbutter, über vegane Leberwurst und selbstgemachtes Brot. Allein für das Essen hat sich das Seminar mehr als gelohnt.

Seit dem Seminar bin ich im Alltag wieder bewussteres und achte mehr auf mich. Ich hoffe sehr, dass das noch lange anhält.
Vom Seminar habe ich dann noch einen Bogen zum nächsten langen Wochenende (1. Mai) gespannt. Denn ich wollte lange mal wieder Fasten. Nicht lange, bisher war mein längstes Fasten 4 Tage und jetzt hatte ich ja nur 3 Tage Zeit wirklich Ruhe vom Alltag zu haben. Etwas skeptisch war ich, ob es denn klappen würde, nachdem das letzte Mal vor 3 Jahren ziemlich blöd gelaufen ist und ich nach 2 Tagen abgebrochen habe wegen permanenter Kopfschmerzen. Erfreulicherweise war dieses Mal davon nichts zu merken und es hat wunderbar geklappt. Ich hatte 3 wunderbare Fastentage und bis heute auch nochmal 3 sehr achtsame und schöne Aufbautage (trotz viel Arbeit tagsüber). Jetzt will ich darauf aufbauend wieder noch genauer auf meine Ernährung achten und auch die letzten 1-2 Dissertationskilos noch los werden.

Alles in Allem kann ich aber sagen: ich fühle mich derzeit wunderbar agil und fit, außerdem ausgesprochen fröhlich und gut drauf. Ich kann recht gut mit den ganzen negativen Dingen, die von außen auf mich reinprasseln umgehen und verliere dabei doch nicht meine Lebensfreude - happy to be alive eben.